Schallschutz bei Wärmepumpenheizungen
Vollkommen geräuschlos heizen lässt sich mit einer Wärmepumpe nicht. Dabei fallen die Emissionen, abhängig vom Wärmepumpentyp und den verwendeten Geräten, unterschiedlich hoch aus. Die Werte bewegen sich zwischen 30 und 60 Dezibel. Mit verschiedenen Vorkehrungen kann jedoch die Geräuschbelastung reduziert werden.

Geräuschbelastung ist nicht gleich Geräuschbelastung – Wärmepumpe ist nicht gleich Wärmepumpe
Von unterschiedlichen Komponenten einer Wärmepumpe geht Schall aus, insbesondere von Verdichter, Ventilatoren und Rohrleitungen. Dabei entstehen Luft- als auch Körperschall. Körperschall beinhaltet mechanische Schwingungen, die teils in Luftschall übergehen. Beim Luftschall handelt es sich um Geräusche, die auch ins Freie gelangen können. Ist die Wärmepumpe im Freien montiert, kommt üblicherweise dem abgestrahlten Luftschall Bedeutung zu. Sowohl der Luft- als auch der Körperschall müssen bei Wärmepumpen im Gebäudeinnern berücksichtigt werden. Luft-Wasser-Wärmepumpen verursachen im als auch ausserhalb des Gebäudes Geräusche. Wird eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Freien aufgestellt, wird zwar der Innenlärm eliminiert, allerdings können sich die Geräusche über einen grösseren Umkreis ausdehnen. Demgegenüber beschränkt sich die Geräuschbelastung bei Erdsonden, d. h. bei Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen auf die unmittelbare Umgebung. Je nachdem, ob die Erdsonde innen oder aussen installiert ist, entsteht auch nur Innen- oder Aussenlärm.
Verschiedene Massnahmen zur Reduktion der Geräuschbelastung
Vorneweg: mit der Wahl einer lärmarmen Wärmepumpe kann eine Reduktion um 10 und mehr Dezibel bewirkt werden. Eine Reduktion der Lärmbelastung um 10 Dezibel bedeutet ungefähr eine Halbierung des Lärms. Des Weiteren spielt in Anbetracht der Geräuschemissionen die Standortwahl für die Wärmepumpe eine wichtige Rolle. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe beispielsweise sollte nicht direkt unterhalb von Küchen- oder Schlafzimmerfenstern platziert werden. Es versteht sich fast von selbst, dass auch ein Standort vis-à-vis von Küchen- oder Schlafzimmerfenstern der Nachbarn nicht angebracht ist. Zu beachten ist ebenfalls, dass die Montage einer Wärmepumpe vor oder an «harten» Flächen zu einer Schallreflexion und infolgedessen zu einer Verstärkung der Lautstärke der Betriebsgeräusche führt. Ebenso können durch den Betrieb einer Wärmepumpe Schwingungen in den Boden geleitet werden und aufgrund des Effekts der sogenannten «Körperschallübertragung» in Innenräumen als Geräusche wahrgenommen werden. Mit Schallschutzhauben und Schwingungsdämpfern können jedoch Geräusche eingedämmt werden.
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